Angebote zu "Faust" (2 Treffer)

Kategorien

Shops

Die Band von Nebenan
1,99 € *
zzgl. 3,99 € Versand

Eine kleine ägyptische Polizeikapelle landet in Israel, sie ist gekommen, um bei der Eröffnung eines arabischen Kulturzentrums aufzuspielen. Doch Bürokratie, Pech oder einfach nur die Sprachbarriere lässt sie in der falschen Kleinstadt mitten in der israelischen Wüste landen, wo die schüchterne Truppe mangels eines Hotels auch noch private Unterkünfte für eine Nacht finden muss. Zum Lachen und Weinen schön! Auf einem neuen Flughafen, irgendwo in Israel, ist ein achtköpfiges ägyptisches Polizeiorchester gelandet. Wie sie da stehen, in ihren korrekten, hellblauen Galauniformen - ebenso stolz, wie schüchtern - wirken sie verloren in dem fremden Land. Die hebräische Schrift kann keiner von ihnen entziffern. Wo ist das Empfangskomitee? Sollten die Musiker nicht bei der Eröffnung des Arabischen Kulturzentrums in Petah Tikva spielen? Tewfiq Zakaria, der Leiter des Orchesters, ruft die ägyptische Botschaft an, die ihn aber ziemlich unhöflich in der Warteschleife hängen lässt. Khaled, der Jüngste der Reisegruppe, wird losgeschickt, die notwendigen Bus-Tickets zu beschaffen. Kurz darauf sitzen die Männer in einem Bus, um sich auf eigene Faust zum Ort ihres Auftritts durchzuschlagen. Irgendwo in der Wüste. Am Horizont: eine Ansammlung eintöniger Wohnblöcke. Mit ihren Koffern und den Musikinstrumenten machen sich die acht Uniformierten auf den Weg in den Ort. Sie kommen an einem kleinen Bistro vorbei. Itzik, ein arbeitsloser Stammgast, ruft nach Dina, der Besitzerin. Dina und Tewfiq bilden einen seltsamen Kontrast: Der ägyptische 'General' mit seinem akkurat gestutzten Schnurrbart und die selbstbewusste Frau aus Israel in körperbetonte Kleidung. Tewfik verbirgt seine Unsicherheit hinter formellen Sätzen und militärischer Haltung: Das Arabische Kulturzentrum sucht er. Dina versichert ihm, dass es hier im Ort weder ein Kulturzentrum gebe, noch überhaupt irgendwelche Kultur. Tewfiq zeigt ein Schreiben mit der Einladung aus Petah Tikva. Dina klärt ihn auf, dass hier aber Bet Hatikva sei und nicht Petah Tikva. Tewfiq ist wütend. Am liebsten würde er den jungen Khaled auf der Stelle nach Hause schicken, denn schließlich hat er ja dieses Missgeschick verbockt, als er mit dem Schalterfräulein geflirtet hat, statt seine Mission ernst zu nehmen. Wenig später sitzt jeder der acht Männer vor einem Teller mit Suppe. Dina ist patent und herzlich, wenig beeindruckt von politischen Maßregeln und schon gar nicht von Vorurteilen. Sie setzt sich zu Tewfiq, den sie als General anspricht. Heute gebe es keinen Bus mehr nach Petah Tikva. Für sie ist klar, dass man diese verloren gegangene Kappelle nicht einfach in die Wüste schicken kann. Drei Männer sollen bei Itzik und seiner Familie nächtigen, drei weitere werden provisorisch im Bistro untergebracht und zwei können in ihrer Wohnung logieren. Tewfiq, der mit Dinas lasziver Art nichts anfangen kann, geht eher zögerlich auf ihre Einladung zum Abendessen ein. Bald aber entwickelt sich doch eine seltsam vertraute Kommunikation zwischen den beiden. Ein warmes Verständnis stellt sich ein, wozu ihrer beider Liebe zur Musik ebenso gehört, wie Dinas Kopfschütteln über Tewfiqs Begeisterung fürs Angeln. Khaled begleitet unterdessen den schüchternen Papi, der in Dinas Küche arbeitet, in eine Rollschuhdisko, und hilft ihm dabei, erste Kontakte zu Mädchen zu knüpfen. Bei Itzik gibt es richtig Stress. Seine Frau hat an diesem Tag Geburtstag und empfindet die unerwarteten Gäste als störend. Im Kinderzimmer der Familie führen Itzik und Simon ein melancholisches Gespräch über die Liebe und die Musik. Khaled kehrt wieder zurück in Dinas Wohnung. Das nächtliche Gespräch der drei kommt plötzlich auf den Musiker Chet Baker. Es ist das erste Mal, dass der aufmüpfige Charmeur und der steife Orchesterchef so etwas wie Zuneigung füreinander empfinden. Der 'General' verabschiedet sich, Dina und der junge Musiker trinken ein letztes Glas zusammen, sie verstehen sich gut. Frühmorgens haben sich alle vor Dinas Bistro versammelt. Tewfiq scheint wieder ganz der Alte, seine Verabschiedung fällt ungelenk und förmlich aus. Doch dann erlaubt er sich ein sachtes, fast verstecktes Winken, das von den anderen Musikern aufgenommen wird. Besonders lange winkt Khaled. Dann fährt die Truppe ab. Zurück bleibt ein einsamer Ort irgendwo in der israelischen Wüste. Vielleicht aber war dieser Ort für 24 Stunden ein kleines Paradies ...

Anbieter: reBuy
Stand: 07.07.2020
Zum Angebot

Ähnliche Suchbegriffe